Energie — Archiv
Energie Newsletter
Der deutsche Energiesektor steht Anfang 2026 unter erheblichem strukturellem Druck: Der Netzausbau hinkt der Nachfrage massiv hinterher, während E.ON mit einem 57-Mrd.-Investitionsprogramm dominiert und gleichzeitig durch Verflechtungen mit der Wirtschaftspolitik in die Kritik gerät. Die Versorgungssicherheit ist angespannt – Gaspreise stiegen um 36 %, die Speicherfüllstände sind niedrig, und die EU-Abhängigkeit von US-LNG wächst auf 60 %, was geopolitische Erpressungspotenziale schafft. Das Bundeskartellamt warnt vor zunehmender Marktmacht weniger Großanbieter, und die EnBW-Affäre um mögliche Iran-Verbindungen einer Führungskraft zeigt Sicherheitslücken in kritischer Infrastruktur. Strategisch entscheidend wird, ob Deutschland die regulatorischen Engpässe beim Netzanschluss löst und die Abhängigkeit von volatilen Gaspreisen durch beschleunigten Speicher- und Erneuerbaren-Ausbau reduziert.