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Energie Newsletter

14. April 2026 · 06:32 Uhr

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Erneuerbare decken 53% des Stromverbrauchs – Energiewende beschleunigt sich

BDEW, Solarserver, NDR, Windkraft-Journal

Im ersten Quartal 2026 erreichten erneuerbare Energien einen Anteil von 53–54,5% am deutschen Stromverbrauch, was einen massiven Anstieg von 63,6 auf über 73,2 GWh gegenüber 2025 bedeutet. Trotz dieses Erfolgs zeigen sich Engpässe bei Windkraft und Solarausbau, die ab 2026 22 GW jährlich zulegen sollen. Diese Volatilität führt zu extremen Preisschwankungen und verstärkt die Abhängigkeit von französischen Kernkraftwerken zur Netzstabilisierung.

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2

Strompreise fallen ins Negative – Überangebot und Marktvolatilität

r/energy (Score: 66), Bloomberg, Reuters

Deutsche Strompreise sind an Feiertagen (z.B. Ostermontag) ins Negative gefallen, da ein Überangebot an erneuerbaren Energien auf schwache Nachfrage trifft. Gleichzeitig kosten Netzinterventionen der vier Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW) Milliarden und treiben Netzgebühren. Diese Marktdynamik gefährdet die Rentabilität von Großversorgern wie E.ON, RWE und Vattenfall.

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3

Gaspreise bestimmen Stromkosten – Iran-Krieg verstärkt Energiekrise

r/europe (Score: 51), Euronews, BBC, New York Times

Gaspreise beeinflussen deutsche Strompreise zu etwa 40% und Haushaltspreise zu 50–60%, während die Iran-Krise Gaspreise um über 60% seit Jahresbeginn angetrieben hat. Deutschland senkt trotz Gasabhängigkeit die Kernenergie ab, was die Verletzlichkeit gegenüber geopolitischen Schocks verstärkt. Die Bundesregierung kündigte 1,6 Mrd. Euro Energieentlastung an, scheitert aber strukturell an der Merit-Order-Abhängigkeit vom Gas.

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4

Amprion und Übertragungsnetzbetreiber starten massiven Netzausbau

r/Energiewirtschaft (Score: 64), r/cologne (Score: 65), Amprion, WELT

Die vier Übertragungsnetzbetreiber legten 2026 ihre Netzentwicklungspläne 2037/2045 vor; Amprion fordert, dass Grünstromerzeugern Ausbaukosten anteilig aufgebürdet werden. Das Megaprojekt Ultranet soll Ende 2026 fertiggestellt, A-Nord 2027 in Betrieb gehen; dies reduziert Engpasskosten, belastet aber Investoren erheblich. Häufige operative Eingriffe in lokale Netze zeigen die Fragilität des Systems unter Lastausgleich.

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EU-Gericht bestätigt E.ON/RWE-Akquisition – Konsolidierung bei Großversorgern

Concurrences, multiple Web-Quellen

Der EuGH wies im März 2026 neun Berufungen gegen die EU-Freigabe einer Energiesector-Akquisition (EVH/enercity/E.ON/RWE) ab und besiegelt damit Konsolidierung unter großen Vier-Versorgern. EnBW kann als zu 98% öffentlich gehaltenes Unternehmen nicht klagen, trägt aber identische finanzielle Verluste aus dem Atomausstieg wie private Rivalen. Dies verschärft Marktmachtkonzentration und sendet Signale über Rentabilitätskrise im Sektor.

Lagebild

Deutschland befindet sich 2026 im Kern einer strukturellen Energiekrise: Die Energiewende erreichte mit 53% erneuerbarem Strom Rekordanteile, erzeugt aber extreme Preisvolatilität (negative Börsenpreise bei Überangebot) und Instabilität, die teure Netzinterventionen erfordern. Der Gasmarkt bleibt dominant – eine Iran-Kriegsprämie von 60% auf TTF-Preise treibt über Merit-Order-Abhängigkeit auch Stromkosten, obwohl Kernenergie abgebaut wird. Sicherheitspolitisch schwächt dies Europas Energieunabhängigkeit dramatisch, während die großen vier Stromversorger (E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall) unter Rentabilität leiden und ihre Investitionskraft für Netzausbau gefährdet ist – ein Teufelskreis, der massive Investitionen und Marktreformen erfordert.

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