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Energie Newsletter

16. März 2026 · 07:34 Uhr

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Gaspreiskrise in Europa: Deutschland zahlt 6x mehr als USA

r/EconomyCharts, @Schuldensuehner, Reuters, NYT

Spotgaspreise in Deutschland sind auf über €60/MWh gestiegen – sechsmal teurer als in den USA. Auslöser sind Lieferausfälle aus dem Mittleren Osten (Qatari LNG, Iran-Krise) und kritisch niedrige Gasspeicher in Europa (teilweise unter 10%). Deutsche Industrie und Energieversorgung geraten massiv unter Druck.

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Stromnetzüberlastung 2026: Kapazitätslücke und Importabhängigkeit

@heisenbergs696, Bundesnetzagentur, r/Energiewirtschaft

Deutschland importiert aktuell 13 GW Strom (über 25% des Bedarfs) wegen Netzüberlastung und unzureichender Kraftwerkskapazitäten. Bundesnetzagentur warnt vor teilweiser Netzüberlastung 2026 und fordert 45 TWh zusätzliche Speicher- und Flexibilitätskapazität. Übertragungsnetzbetreiber (TenneT, 50Hertz, Amprion, TransnetBW) kämpfen mit Netzanschluss-Rückstau für Erneuerbare.

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3

Kartellamt warnt: RWE, EnBW, Leag dominieren Strommarkt

Top Agrar, @42tw1tter1sd3ad, @enavigo

Bundeskartellamt attestiert RWE, EnBW und Leag erheblich gestiegene Marktmacht. EON kontrolliert über Netzsparte 75% der Netzkapazitätsprobleme; Konzerne profitieren massiv von EE-Ausbau. Verdacht auf Interessenskonflikte zwischen Stromerzeugung und Netzregulation (Stichwort: Katherina Reiche, RWE-Vergangenheit).

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Energiewende-Bilanz 2026: Erneuerbare wachsen, CO2-Ziele verfehlt

r/de, @GSiebeke, ADAC, Zeit Online

Erneuerbare Energien decken 23,8% des deutschen Endenergieverbrauchs (2025), PV/Wind-Ausbau verdoppelt sich ab 2026 auf 22 GW/Jahr. Allerdings: Strompreise sinken zwar für Neukunden, aber CO2-Emissionen bleiben wegen Kohleverstromung bei hoher Gasabhängigkeit über EU-Schnitt. Energiewende-Skeptiker kritisieren fehlende Speicher und Netzinfrastruktur.

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Kernkraft zurück im Gespräch: PPP-Modelle und Staatsinvestitionen

Die Welt, Blackout News, @freddavid2406

Unternehmer (Düsseldorf) plant Reaktivierung alter Kernkraftwerke via Public-Private-Partnership mit Bundesbeteiligung; RWE, EON, EnBW, Vattenfall zeigen "kein Interesse" ohne staatliche Garantien. Vattenfall erhielt 1,4 Mrd. € Kompensation für Krümmel-AKW; Debatten um modulare Reaktoren und EU-Atomstrategie intensivieren sich.

Lagebild

Deutschland befindet sich in einer Energieversorgungskrise mit drei konvergierenden Druckpunkten: Die Gaspreisexplosion durch Mittleres-Osten-Konflikt und fehlende Speicherreserven gefährdet Industrie und Heizwärme; gleichzeitig verschärft sich die Stromnetzüberlastung durch insuffiziente Speicher- und Flexibilitätsinfrastruktur, was zu massivem Stromimport zwingt. Der dezentralisierte EE-Ausbau kollidiert mit konzentrierter Marktmacht bei EON/RWE/EnBW, die Netzregulation und Erzeugung kontrollieren, während staatliche Kontrolle über Netzbetreiber zunimmt. Geopolitische Verwundbarkeit (Gas-/LNG-Chokepoints, Stromimportabhängigkeit) und Kapitalverfügbarkeit für Netzinfrastruktur/Speicher werden zum strategischen Engpass; Rückkehr zu Kernkraft wird als notwendig erachtet, erfordert aber Staat-Konzern-Kooperation unter Kartellkontrolle.

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